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Raydiums $1,34 Mio. Exploit auf stillgelegtem AMM-Code — Was das für RAY, SOL und Solana DeFi-Trader bedeutet
Datenübersicht
Wichtige Erkenntnisse
- •Raydium erlitt einen Exploit in Höhe von 1,34 Mio. $ auf einem stillgelegten AMM-Programm – sein zweiter wesentlicher Sicherheitsvorfall nach dem Einbruch von rund 5,5 Mio. $ im Dezember 2022.
- •Die Treasury wird alle Nutzerverluste decken, was LPs schützt, aber DAO-Vermögenswerte direkt erschöpft, die für RAY-Rückkäufe und Protokollanreize bestimmt sind.
- •RAY sieht sich kurzfristigem Verkaufsdruck durch Treasury-Abflüsse und einer erhöhten strukturellen Risikoprämie aufgrund wiederholter Exploit-Historie gegenüber.
- •Die Auswirkungen auf den SOL-Preis sind bei den aktuellen Niveaus minimal, aber kumulative Solana DeFi-Sicherheitsvorfälle können die Diskontierung des Ökosystems gegenüber Ethereum DeFi erhöhen.
- •Wichtige Signale zu beobachten: Migration von Raydium TVL zu Orca/Jupiter, Offenlegung von Post-Mortem-Audits und etwaige Governance-Vorschläge zur Stilllegung von Legacy-Verträgen.

Raydium, die führende Solana-basierte dezentrale Börse und automatisierte Market Maker, hat einen Exploit in Höhe von 1,34 Millionen US-Dollar offengelegt, der auf ein stillgelegtes AMM-Programm abzie
Analyse des Vorfalls
Raydium, die führende Solana-basierte dezentrale Börse und automatisierte Market Maker, hat einen Exploit in Höhe von 1,34 Millionen US-Dollar offengelegt, der auf ein stillgelegtes AMM-Programm abzielte – wobei die Treasury des Protokolls einsprang, um alle Nutzerverluste zu decken. Obwohl kleiner als der bestätigte Vorfall vom Dezember 2022 (den CertiK auf insgesamt etwa 5,5 Millionen US-Dollar geschätzt hat), folgt dieser jüngste Einbruch einem beunruhigend vertrauten Muster: Schwachstellen in Admin-Autoritätsstrukturen und veraltetem Contract-Code, die eine unbefugte Geldabhebung ermöglichen.
Das entscheidende Detail hier ist das Ziel – ein *stillgelegtes* AMM-Programm. Dies signalisiert, dass die Angriffsfläche von Raydium über seine aktiven Verträge hinaus in stillgelegte Legacy-Codes reicht, die offenbar zugängliche Gelder behielten. Wie in den Post-Mortems früherer Raydium-Exploits dokumentiert, lassen sich die Grundursachen wiederholt auf die zentralisierte Kontrolle der Admin-Schlüssel und die Upgrade-Autorität zurückführen – strukturelle Schwächen, die die breitere DeFi Structural Reset These konsequent als sektorweite Verbindlichkeiten gekennzeichnet hat. Der Exploit verstärkt die Argumentation in unserem DeFi Reset 2026 Guide, dass Protokolle mit schlecht segmentierten Legacy-Verträgen anfällig bleiben, lange nachdem sie als stillgelegt gelten.
Die Treasury-Rückendeckung ist ein zweischneidiges Signal. Einerseits schützt Raydiums Engagement, die Nutzer schadlos zu halten, den Franchise-Wert und die LPs – eine glaubwürdige Maßnahme. Andererseits erschöpft es direkt die DAO-Treasury, die zukünftige RAY-Rückkäufe, LP-Anreize und Sicherheitsausgaben finanziert. Wie in unserem DeFi Protocol Exploits Resolution Guide dargelegt, wandeln von der Treasury abgedeckte Verluste den Schaden für die Nutzer in eine Haftung für die Token-Inhaber um – eine Übertragung, die die Märkte typischerweise in den nativen Token einpreisen. Für ein Protokoll mit einem früheren größeren Exploit auf seiner Bilanz birgt dieser zweite Vorfall – wie klein auch immer – das Risiko, einen strukturellen Risikoprämie auf RAY zu verankern, die Wettbewerber ausnutzen könnten.
Was das für Trader bedeutet
RAY ist der primäre handelbare Einflussfaktor. Die Erschöpfung der Treasury durch die Deckung von 1,34 Mio. $, kombiniert mit der Möglichkeit von RAY-Token-Transfers oder Asset-Verkäufen zur Finanzierung von Rückerstattungen, schafft kurzfristigen Verkaufsdruck und eine erhöhte Risikoprämie. Der Sentiment-Effekt – ein zweiter Exploit bei einem Protokoll mit früherer Geschichte – drückt typischerweise die Multiplikatoren über das hinaus, was allein der Dollarbetrag rechtfertigt. Trader sollten die Raydium TVL und den Handelsvolumenanteil auf Solana genau beobachten; eine Migration von Liquidität zu konkurrierenden DEXs wie Orca oder Jupiter würde die relative Underperformance von RAY verstärken.
Für SOL selbst sind die direkten Preisauswirkungen begrenzt – bei einem aktuellen Preis von 64,55 $ (laut Live-Marktdaten) ist ein Exploit von 1,34 Mio. $ im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von SOL vernachlässigbar. Wiederkehrende Solana DeFi-Sicherheitsvorfälle können jedoch den DeFi-Premium des Ökosystems inkrementell unter Druck setzen, insbesondere wenn institutionelle LPs ihre Risikobereitschaft neu bewerten. Der mittelfristige Erholungshandel bei RAY hängt vollständig von der Qualität der Post-Mortem-Reaktion von Raydium ab: die vollständige Stilllegung aller Legacy-Programme, erweiterte Audits und Änderungen an der Sicherheitsarchitektur auf Governance-Ebene wären die zu beobachtenden Glaubwürdigkeitssignale. Das Sentiment bleibt für RAY spezifisch risikoscheu, neutral bis leicht negativ für breitere Solana DeFi.
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Häufig gestellte Fragen
Nein – mit 1,34 Mio. $ handelt es sich um einen Vorfall auf Protokollebene, nicht um ein systemisches Stressereignis. Es ist ein Signal für das Sentiment und die Governance speziell für RAY, kein Ansteckungsrisiko für das breitere Solana-Ökosystem.
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Haftungsausschluss: Dieser Brief dient nur zu Bildungszwecken und ist keine Anlageberatung.